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11.19 Uhr

Möglicherweise mehr 100 Tote bei Armeeangriff

In Syrien geht das Töten weiter. Nach Angaben von Oppositionellen verübte die Armee ein «Massaker» mit mehr als 100 Opfern. Die Uno zieht eine düstere Bilanz der Lage im Land.

Amateurbilder zeigen auch Rauch über den Vororten von Damaskus. (Keystone)

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Karte: Syrien

Bei einem Angriff der Regierungstruppen in der syrischen Stadt Al-Hula sind nach Oppositionsangaben 110 Zivilisten getötet worden. Die Hälfte der Opfer seien Kinder gewesen, erklärte der oppositionelle Syrische Nationalrat.

Die Menschen seien entweder beim Artilleriebeschuss der Stadt in der Provinz Homs gestorben oder anschliessend von regimetreuen Freischärlern getötet worden, die im Feuerschutz der Truppen von Haus zu Haus gegangen seien.

Massenflucht ins Landesinnere
Wie die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mitteilte, setzte eine Massenflucht von Überlebenden aus Al-Hula ins Landesinnere ein.

Die Nachrichten konnten wegen der Medienblockade des Regimes nicht überprüft werden. Sollten sie sich bestätigen, so wäre dies das schlimmste Blutbad an Zivilisten an einem Ort seit Monaten in Syrien.

Der Syrische Nationalrat forderte die Einberufung des Uno-Sicherheitsrates, um die Verantwortlichen für das angebliche Massaker festzustellen.

Nur kleine Fortschritte
Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat in einem neuen Bericht an den Sicherheitsrat eine düstere Bilanz der Lage in Syrien gezogen. Regierungstruppen begingen weiterhin «massive» Menschenrechtsverstösse und auch die Oppositionellen verschärften ihre Einsätze, erklärte Ban.

In dem Land herrsche eine «Atmosphäre der Anspannung, des Misstrauens und der Angst», hiess es in dem Bericht, über den in der kommenden Woche im Uno-Sicherheitsrat beraten werden soll. Die Bemühungen der Uno um ein Ende des Konflikts hätten bislang nur «kleine Fortschritte» gezeigt.

Wenig Hoffnung auf Frieden
Die anhaltende Krise sei von «Gewalt, sich verschlechternden humanitären Bedingungen, Menschenrechtsverletzungen und anhaltender politischer Konfrontation» geprägt. Viele fürchteten eine weitere Militarisierung des Konflikts und hätten gleichzeitig kaum noch Hoffnungen, dass eine friedliche Beilegung gelingen könne, schrieb Ban weiter.

Zwar habe die Anwesenheit von mittlerweile 275 unbewaffneten Uno-Beobachtern im Land einen «beruhigenden Effekt» auf die Lage gehabt, insgesamt bleibe das Level der Gewalt im Land aber weiterhin hoch. (luek, reuters/dpa)

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Dossier, Letztes Update: Mittwoch, 16.5.2012

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